Forschungseinrichtungen in Rostock

Wissenschaftliche Potenziale

Vielfalt und Exzellenz kennzeichnen die Wissenschaftslandschaft in der Hansestadt Rostock. Aushängeschild für die Technologieregion Rostock sind die zahlreichen renommierten Institute und Fakultäten der Universität Rostock sowie die außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Sie prägen das Bild der Hansestadt maßgeblich. Das Zusammenspiel aus wirtschaftlicher und universitärer Forschung hat sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt und ist zum Garant für den Erfolg der Technologiestandortes geworden.


Forschungseinrichtungen in Rostock im Überblick:

Universität Rostock

Mit den Profillinien „Leben, Licht und Materie“, „Maritime Systeme“, „Erfolgreich Altern“ und „Wissen – Kultur – Transformation“ will die Universität die interdisziplinäre Forschung stärken und sich international wissenschaftlich profilieren. Die Profillinie „Maritime Systeme“ bringt unter anderem Meeresforscher, Ingenieure und Ökonomen zusammen. Sie entwickeln Szenarien und Strategien für den Lebens- und Wirtschaftsraum Küste und geben Antworten auf komplexe Zukunftsfragen der Zivilisation. Dazu deckt „Leben, Licht und Materie“ den zukunftsträchtigen Life-Science-Sektor ab und entwickelt Zukunftstechnologien anhand atomarer und molekularer Prozesse in Verbindung mit Laser-Optik und Lebenswissenschaften. In enger Zusammenarbeit werden Forschungsprojekte etwa zu neuen Materialien und Biosensoren, zu Lasermodifikation von Mikro- und Nanosystemen oder zu Energie- und Umweltproblemen in Angriff genommen. Die 3. Profillinie „Altern des Individuums und der Gesellschaft“ richtet den Fokus auf Medizin und Technik für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Erforscht werden medizinische Versorgungs- und Therapieformen, besonders in Bezug auf technische Assistenzsysteme. Die jüngste Profillinie „Wissen – Kultur – Transformation“ beschäftigt sich mit Medien, Transformation von Wissen sowie Wissen und Macht.

www.uni-rostock.de

Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik (AGP)

Das Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik Rostock forscht in Kooperation mit dem Lehrstuhl Fertigungstechnik an der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik der Universität Rostock an der Verbesserung produktionstechnischer Prozesse für die maritime Industrie, den Stahlbau, Flugzeug-, Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau und Windkraft. Ingenieurwissenschaftliche Aufgabenstellungen der Industrie in den Geschäftsfeldern Fertigungstechnik, Automatisierungs- und Qualitätstechnik, Unternehmens- und Produktionsorganisation bilden die Forschungsschwerpunkte. Dabei liegen die wissenschaftlichen Kompetenzen auf dem Mechanische Fügen, Schweißen, Löten, Kleben, Trennen sowie die Mess- Sensor-, Roboter- und Steuerungstechnik. Das AGP erprobt auf Kundenwunsch realitätsnah Fertigungsverfahren, baut Funktionsmuster und Prototypen und nimmt diese in Betrieb.

www.hro.ipa.fraunhofer.de

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD)

Das Fraunhofer IGD ist eine führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. In Rostock konzentrieren sich die Fähigkeiten in der Entwicklung von Softwarelösungen für maritime Wirtschaft, Maschinen- und Anlagenbau sowie Informationstechnologie. Dazu wird in den Abteilungen Interactive Document Engineering und Maritime Graphics geforscht. Mit Interactive Document Engineering bearbeitet das Fraunhofer IGD Problemstellungen aus dem Bereich der Visualisierung existenzieller Daten insbesondere für die Branchen Maschinen- und Anlagenbau sowie Healthcare. Mit dem Bereich Maritime Graphics werden Kunden aus Schiffbau, Schiffsbetrieb und Meerestechnik/ Meeresforschung digital, virtuell und visuell unterstützt. Maritime Graphics steht für grafische Software-Lösungen zum Vorteil und Nutzen der maritimen Industrie. Dazu zählen 3D-Modellaufbereitung, Visualisierungswerkzeuge für Simulationen und Datenerfassung, Technologien der virtuellen und erweiterten Realität und bildverarbeitende Verfahren

www.igd.fraunhofer.de/rostock

Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT)

Das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT Rostock) ist eine Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft. Es ist das größte öffentliche europäische Forschungsinstitut im Bereich der angewandten Katalyse. Seine Expertisen sind sowohl methodisch als auch stofflich ausgerichtet. Angewandte nachhaltige Katalyseprozesse, innovative Methoden und Technologien der Katalyse, sowie Molekular definierte Katalysen – spezielle (metall)organische Synthesen und Katalysen bestimmen die Forschungstätigkeit am Institut.

www.catalysis.de

Leibniz-Institut für Ostseeforschung (IOW)

Das IOW ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die sich der interdisziplinären Meeresforschung in Küsten- und Randmeeren widmet. Der Schwerpunkt liegt in der Erforschung des marinen Ökosystems. Hierbei wird vor allem in den Bereichen Physikalische Ozeanographie, Meereschemie, Biologische Meereskunde und Marine Geologie verschiedenen Forschungsfragen nachgegangen.

www.io-warnemuende.de

Institut für Ostseefischerei (TI-OF)

Das Institut für Ostseefischerei ist eines von 15 Fachinstituten des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (Thünen-Institut). Es erarbeitet die wissenschaftlichen Grundlagen für eine nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen der Ostsee. Dies beinhaltet u. a. das Monitoring der Bestandsstruktur und Produktivität von Fischbeständen, Erforschung der Rekrutierung der Fischbestände sowie die Auswirkungen der zunehmenden Industrialisierung auf das Ökosystem.

www.ti.bund.de

Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik (IAP)

Der Forschungsschwerpunkte des IAP ist die Erforschung der mittleren Atmosphäre im Höhenbereich von 10 bis 100 km. Mittels Radar-, Lidar-Verfahren und Modellrechnungen werden physikalische Prozesse und langfristige Entwicklung in der mittleren Atmosphäre untersucht. In der Zusammenarbeit mit der Universität Rostock ergeben sich weitere fachliche Anknüpfungspunkte insbesondere in der Experimentalphysik auf dem Gebiet von Laser-Anwendungen und in den Ingenieurwissenschaften bei der Entwicklung und Nutzung von Radargeräten.

www.iap-kborn.de

Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN)

Das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) ist ein Institut, das sich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere, insbesondere der genetischen und physiologischen Grundlagen, und der Umwelt der Nutztiere widmet. Die FBN-Forschung ist interdisziplinär konzipiert. In sechs Forschungsbereichen untersuchen die WissenschaftlerInnen verschiedener Fachdisziplinen gemeinsam die Grundlagen von Genetik, Fortpflanzung, Ernährung, Verhalten, Wachstum und Entwicklung landwirtschaftlicher Nutztiere. Ziel der Forschung ist eine nachhaltige Landwirtschaft sowie die Sicherung der menschlichen Ernährung.

www.fbn-dummerstorf.de

Max-Planck-Institut für demografische Forschung Rostock (MPIDF)

Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in Rostock. Es ist mit ca. 130 Wissenschaftlern eine der größten demografische Forschungseinrichtungen in Europa und genießt international einen hervorragenden Ruf in seiner Disziplin. Die Wissenschaftler des Instituts erforschen politikrelevante Themen, wie den demografischen Wandel, Altern, Geburtendynamik und die Verteilung der Arbeitszeit über die Lebensspanne, genauso wie evolutionsbiologische und medizinische Aspekte des Alterns. Zusammen mit dem Institut für Soziologie und Demographie sowie dem Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Rostock ist das MPIDF am „Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels“ beteiligt.

www.demogr.mpg.de

Center for Life Science Automation - celisca

Das Center for Life Science Automation - celisca ist eines von sechs ausgezeichneten BMBF-Zentren für Innovationskompetenz. Als internationales Kompetenzzentrum an der Schnittstelle zwischen Universität und Wirtschaft erarbeiten Experten innovative, wissenschaftlich anspruchsvolle Lösungen für aktuelle und zukünftige Problemstellungen der Automation von biotechnologischen, pharmazeutischen und chemischen Prozessen. Mit den Kernkompetenzen Automation, Engineering, Chemie, Biotechnologie, Screening, Analytik, Prozessinformationstechologien und der Automationsfolgeabschätzung (physisch und psychisch) deckt CELISCA das gesamte Gebiet der modernen Life Sciences ab.

www.celisca.de

Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie (RTC)

Das Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie (RTC) der Universität Rostock wurde im Frühjahr 2009 eröffnet. Es gehört zu den fünf Schwerpunktzentren für Regenerative Medizin in Deutschland. Im Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie werden neue Behandlungsmethoden mit Stammzellen für Herzkrankheiten erforscht und angewandt. Ziel ist es, auf dem Weg der Regenerativen Medizin eine langfristige Heilung des geschädigten Herzens möglich zu machen.Das RTC begleitet den komplexen Prozess von der Grundlagenforschung und frühen Entwicklung bis hin zur Zulassung und Anwendung von Stammzellen als standardisierte und qualitätsgesicherte Therapie.

www.cardiac-stemcell-therapy.com

Visual Computing Research and Innovation Center (VCRIC)

Das 2011 gegründete „Visual Computing Research and Innovation Center“ (VCRIC) ist eine gemeinsame Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft und der Universität Rostock am Fraunhofer IGD in Rostock. In enger Kooperation führen die Einrichtungen hier grundlagenorientierte Vorlaufforschung und darauf aufbauende Fraunhofer-typische Anwendungsforschung und Entwicklung durch. Die Forschungsthemen im Bereich Maritime Graphics (MAG) sind Bildbasierte Unterwasser 3D-Rekonstruktion, hochgenaues Positionstracking an Bord von Schiffen, Rohrverlegung im virtuellen Maschinenraum, Identifizierung von Strukturen in turbulenten Strömungen auf Basis der PIV und LIF Messungen sowie Big Data-Analyse instationärer CFD-Simulation der Virtuellen Realität. Die zu bearbeitenden Themen im Forschungsbereich Interactive Document Engineering sind Annotation Management, Kontextualisierung von Informationen und Taskerkennung, Semantik und semantische Referenzen, User Interface Adaptation und verteilte Displays sowie Identifikation von Maschinenelementen.

vcric.igd-r.fraunhofer.de

Kompetenzzentrum für Strömungsmaschinen

Das Kompetenzzentrum für Strömungsmaschinen ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Rostock, die die vorhandenen Fachkompetenzen verschiedener Fakultäten bündelt. Ziel der lehrstuhl- und fakultätsübergreifenden Zusammenarbeit sind innovative Lösungen, bei denen Systemlösungen für die gesamte Strömungsmaschine, wie Pumpen, Verdichter, Ventilatoren, Wind- und Wasserkraftanlagen und Schiffsantriebe erarbeitet werden. Das Kompetenzzentrum wendet sich direkt an die Hersteller und Entwickler der genannten Arbeitsbereiche, um sie bei der Entwicklung und Optimierung neuer Produkte bzw. bei der Lösung von Problemstellungen aus den Bereichen der Strömungsmaschinen, strömungstechnischen Systeme und Komponenten für strömungstechnische Systeme zu unterstützen.

www.ksm.uni-rostock.de

Institut für Implantat-Technologie und Biomaterialien e. V. (iib)

Das Institut für Implantat-Technologie und Biomaterialien e. V. führt in enger Kooperation mit dem Institut für Biomedizinische Technik der Universität Rostock wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Biomaterialtestung, der Implantatentwicklung sowie der angewandten Biomechanik und Sensorik durch.

www.iib-ev.de

Marine Science Center

Das Marine Science Center im Yachthafen Rostock - Hohe Düne ist ein Institut der Universität Rostock. Das Robbenforschungszentrum des Lehrstuhls Sensorische und Kognitive Ökologie ist die größte Anlage ihrer Art weltweit und widmet sich den Mechanismen der Sinneswahrnehmung und Unterwasserorientierung von Robben. So geht Prof. Dr. Dehnhardt mit seinem Team den Fragen nach: Wie schaffen es Robben, auch unter Wasser eine Schallquelle genau zu lokalisieren bzw. bei der Jagd von Fischen, deren vergleichsweise schwache Wirbelstruktur im Wasser mit ihren Barthaaren über etliche Meter zu verfolgen?

Diese Erkenntnisse aus den Untersuchungen zur Sensorik und Kognition von Meeressäugern sind nicht nur aus Sicht der Grundlagenforschung interessant, sondern sollen darüber hinaus Anwendung in bionischen Ansätzen finden. Die speziell angepassten Sinnessysteme der Robben können beispielsweise bei der Lösung technischer Probleme dienen. Dazu werden die gefundenen Prinzipien der Natur aufbereitet und in einer abstrahierten Form der Technik und somit auch den Unternehmen zugänglich gemacht.

In diesem Sinne können die Ergebnisse zur Sensorik mariner Säuger in die Entwicklung technischer Sensoren umgesetzt werden, welche vor allem im Bereich der Unterwasser-Robotik für „Autonomous Underwater Vehicle" (AUVs) benötigt werden. Ein mögliches Anwendungsfeld kann die Entwicklung von Unterwasser-Sensorik-Systemen mit Strömungssensoren auf Basis der Barthaare sein, die für die aktive Umweltexploration in den Meeren genutzt werden können. So lassen sich beispielsweise unterschiedliche Strömungsverhältnisse messen und kartographieren oder bei einem Leck einer Pipeline Ausströmungen feststellen bzw. ein Monitoring schon im Vorfeld durchführen.

http://www.marine-science-center.de

Anwendungszentrum Regelungstechnik

Das  Anwendungszentrum Regelungstechnik an der Universität Rostock ist die industrieorientiert Forschungseinrichtung zur Entwicklung und Anwendung moderner regelungstheoretischer Verfahren und Methoden in der Praxis. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Themenschwerpunkte, die Weiterentwicklung von Automotoren, Experimente zur automatischen Steuerung von Meeresfahrzeugen sowie automatisierungstechnischen Problemstellungen in der Medizin. Die Forscher wollen dabei die biologischen und technischen Prozesse nicht nur verstehen sondern ihre Erkenntnisse auch anwenden und Regelkreise entsprechend beeinflussen.

Im Bereich Automotiv beschäftigen sich die Wissenschaftler mit aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Steuerung und Regelung von Verbrennungs- und Hybridmotoren. Dazu ist am Anwendungszentrum Regelungstechnik ein moderner Motorenprüfstand vorhanden. In erster Linie geht es um fortschrittliche, regelungstechnische Funktionsansätze, die in zukünftigen Motorsteuergeräten umsetzbar sind und welche die Zielvorstellung von automatisierten und optimierten Bedatungen auch unter Berücksichtigung von Bauteilalterung und -toleranzen unterstützen. Viele der Technologieentwicklungen in dem Bereich sind in zwei bis drei Jahren in den Fahrzeugen zu finden, nur leider nicht sichtbar, sondern als Algorithmen. Die Wissenschaftler setzen die Forschungsprojekte oftmals in enger Zusammenarbeit mit Fachkollegen der IAV automotive engineering, einem der weltweit führenden Engineeringpartner der Automobilindustrie, um.

Nicht nur die IAV GmbH, auch andere Partner der Universität nutzen das Anwendungszentrum für Regelungstechnik für eine gemeinsame Forschungsarbeit. Im maritimen Bereich arbeiten die Ingenieure in Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern an der Entwicklung moderner Regelungskonzepte und deren Anwendung für verschiedene Systeme. Dabei reichen die Themen der Forschungsprojekte von spezieller Unterwassermesstechnik über die Systemidentifikation von Schiffen und deren Bahnverhalten bis hin zu Aufgaben der Navigation und Regelungen im Bereich der autonomen Fahrzeuge.

http://www.azr.uni-rostock.de/

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